Oberland-Gymnasium Seifhennersdorf

Lanterna Futuri

Laterna Futuri ist ein länderübergreifendes Projekt, wo sich Jugendliche aus Polen, Tschechien und Deutschland kreativ in Teamarbeit mit verschiedenen Themen befassen und ihre Ideen dazu umsetzen.

Das Projekt findet an zwei Orten statt: Großhennersdorf (Deutschland) und Niedamírow (Polen).

Lanterna Futuri 2019

Am Sonntag ging es los. Ein großer Bus fuhr langsam die Einfahrt hinauf. Das ist er, der Bus, der uns, deutsche, polnische und tschechische Schüler, zu unserem einwöchigen Abenteuer nach Liberec bringen sollte. Zurück ließen wir Freunde, die fotografierten, Theater spielten oder Aktionskunst performten. Sie blieben hier in Großhennersdorf. Binnen Minuten war der Bus dann auch voll. Jetzt gab es kein Zurück mehr.

Uns Schülern stand eine Woche in Liberec beim Projekt Lanterna Futuri bevor. Hier sollten wir neue Freunde und Technik kennenlernen, aber ebenso unsere Kreativität ausleben. Nach einer einstündigen Fahrt war es dann auch endlich so weit. Der Bus hielt vor einem großen Hostel und alle stiegen aus. Schnell wurden die Zimmer verteilt. Dreibettzimmer mit Bad, geräumig und gemütlich. Doch viel Zeit zum Einleben blieb nicht, denn nun ging es zum Ort des Geschehens. Viele kleine Straßen in Liberec passierten wir. Endlich erreichte unsere Gruppe dann den Arbeitsort. Ein Gebäude ca. 150 m vom IQ-Landia entfernt, mit dem schönen Namen „FabLab“. Jetzt ging es in den vierten Stock hinauf. Alle versammelten sich dort im Seminarraum. Noch gliederte sich alles in Gruppen. Tschechisch, Polnisch und Deutsch. Dann ergriff eine Übersetzerin das Wort und bat uns in einem Stuhlkreis Platz zu nehmen. Nun begann das Programm. Uns wurde alles erklärt, wie das Programm für die Woche aussah, wie wir von A nach B kamen, wo es Essen und Trinken gab und, nicht zu vergessen, wie wir alle hießen. Ein kleines Spiel diente zum Merken der Namen. Nun teilten wir uns in die FabLab-Gruppe und die Musik-Gruppe. Ich musste mich von den Anderen verabschieden und folgte den FabLab-Leuten zum dritten Stock.

Dort bekamen wir noch eine weitere Einleitung von unseren Gruppenleitern. Alles begann damit, dass wir wieder in einem Kreis, diesmal auf dem Teppich sitzend, eine kurze Besprechung abhielten. Das taten wir von da an jeden Morgen, Mittag und Abend. Sie erklärten alles auf Tschechisch und zwei Übersetzerinnen halfen Ihnen, es für uns verständlich zu machen. Dann ging es auch schon los.  Wir sollten unsere Namen mit Hilfe von einem Programm aus Aufklebern ausschneiden. Bis 18:00 Uhr tüftelten wir daran. Letztendlich war es dann geschafft und jetzt ging es zum Abendessen. Satt und zufrieden liefen wir dann zum öffentlichen Bus, welcher zum Hostel fuhr. Nicht lang, und schon waren wir wieder da. Jetzt ging es ans Einleben. Doch lange hielten wir es allein nicht im Zimmer aus, also gingen wir in den Gemeinschaftsraum. Ein paar Andere hatten diesen ebenfalls gefunden. Lange unterhielten wir uns. Spät abends fielen wir dann ins erschöpft ins Bett.

Am nächsten Tag ging es schon früh um acht zum Frühstück. Danach wurde sich wieder im FabLab versammelt. Zu unserer Überraschung durften wir jetzt eine Erwärmung mitmachen. Sport am Morgen, puh! Aufgewärmt folgte jetzt wieder die Arbeit. Jetzt durften wir endlich 3D-drucken! Ein leichter Slogan für den Klimaschutz bildete die Grundlage für einen schicken Anhänger. Durch das Programm bearbeitet, und schon war auch das geschafft. Hungrig machten wir uns dann auf zum Mittagessen. Danach folgten noch zwei Stunden Pause. Ich entschied mich, meinen Anhänger noch etwas zu verschönern.


 Dann gestalteten wir ein Plakat zum Einfluss des Menschen auf die Erde. Die Vorstellung wurde durch selbst gestaltete Bilder sehr interessant. Den restlichen Tag wurde dann kräftig gearbeitet.
Als die Pause vorbei war, ging es an das Drucken. Binnen zwei Stunden erhielten wir unsere Anhänger.

Der Dienstag begann wieder mit Brainstorming. Diesmal wurde über eine Spray-Form diskutiert. Bis Mittwoch mussten wir an dieser arbeiten, doch das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Nun ging es ans Sprayen. Als dies geschafft war, durfte sich entspannt werden, erstmal. Denn nicht lang und es ging schon weiter! Für Mittwoch war nämlich ein Abendprogramm geplant. Laser-Game, Bowling oder Schwimmbad, für alle war etwas dabei. Bis in die Nacht spielten wir dann zusammen.

Donnerstag und Freitag mussten wir dann härter arbeiten. Langsam aber sicher ging es an die Vorbereitung der Präsentation im IQ-Landia. Letzte Vorbereitungen wurden getroffen. Am Freitag war es dann so weit. Endlich konnten wir unsere Werke vorstellen. Eine viertel stündige Rede führte Gäste von überall in das Thema ein. Danach konnten wir auch endlich die entstandenen Lieder der Musik-Gruppe genießen. Mit fünf einzigartigen Liedern zogen diese uns alle in ihren Bann.

 

Als alle sich beim Abendessen satt gegessen hatten, fuhren wir zurück ins Hostel. Dort wurde dann eine After-Party veranstaltet. Für Getränke, Chips und Musik wurde gesorgt. Lange nach Mitternacht begannen wir erst abzubauen. Zufrieden ließen wir uns dann ins Bett fallen.

Leider mussten wir uns am Samstag schon verabschieden.

Tränenreich und traurig wurde dieser Abschied. Nach so einer schönen Woche wollte niemand zurück. Allen hatte das Abenteuer gefallen und viele wollen unbedingt wiederkommen.

Hat es sich also gelohnt? Auf jeden Fall! Man sollte sich so etwas auf keinen Fall entgehen lassen.

Autor: Zaid Al-Addous

Lanterna Futuri 2016:


Quo vadis Lanterna?

„Wohin gehst du Polen?“, fragten wir uns, noch bevor das Projekt überhaupt begonnen hatte. In der Gerüchteküche brodelte es. Dann die Bestätigung, dass es in diesem Jahr nicht nach Polen gehen würde. Die Finanzierung sei auf Grund politischer Probleme gekippt, hieß es. Auf den ersten Schock folgte Enttäuschung. Es blieb uns aber nichts Anderes übrig, als aus der gegebenen Situation das Beste zu machen. Im Klartext bedeutete das Umsatteln auf die Foto- und Theater-Werkstatt in Großhennersdorf.

Im kuscheligen 10-Bett-Zimmer wohnten wir die nächste Woche, das Essen war super und somit der perfekte Nährboden für diesen alternativen Workshop. Die politische Lage in Europa stand im Mittelpunkt dieser Woche: „Wohin gehst du Europa? - Quo vadis Europa?“

Unsere Aufgabe bestand darin, Antworten auf diese Frage zu finden, denn schließlich sind wir die Generation, welche die künftige Entwicklung mitbestimmen wird. Also begannen wir uns umzusehen, mal in Großhennersdorf, mal in Zittau oder barfuß auf dem Feld. Wir waren wir fast immer auf Achse und hielten mit der Kamera fest, was uns vor die Linse kam. Durch unsere kreativen Köpfe schwirrten unzählige Ideen, wenn es darum ging, perfekte Motive zu wählenoder Lieder und Stories zu schreiben. Vor allem bei der Verständigung, meist via Körpersprache, kannte unsere Phantasie keine Grenzen.

Das zeigten wir auch am Freitagabend, als unsere Ergebnisse vorgestellt wurden. Ob Europa – alt und krank - oder „Future is our choice“, alles war dabei, auch zu sehen in unseren Aufnahmen. Viel Freude beim Ansehen! http://www.lanternafuturi.net/de/europa-quo-vadis-wir-stellen-uns-die-frage-europa-wohin-gehst-du/#more-2660

Lanterna Futuri 2015:


Unser Weg der Selbstfindung in Niedamírow (Polen) 19.-25.04.2015

Wer bin ich?
Das ist die Frage, mit der wir uns eine Woche lang in der Werkstatt Crossover beschäftigt haben.
Als wir zum ersten Mal in unserem Kreis saßen, fragten wir uns, was wir in der Werkstatt Crossover überhaupt machen sollten. Die Antwort unserer Workshop-Leiter Katka und Menko war nicht gerade zufriedenstellend: „Wir wissen es auch noch nicht?“ Na toll!!! Aber nach und nach freundeten wir uns an, Schüler aus Polen, Deutschland und Tschechien, und hatten immer weniger Schwierigkeiten in Sachen Verständigung.
In der Woche haben wir uns selbst und gegenseitig besser kennen gelernt, dabei Teamspiele durchgeführt, gemeinsam gemalt, waren wandern und haben einfach mal auf Schule und Internet verzichtet.
Am Ende der Woche wurde es Zeit, die Ergebnisse zu präsentieren. Wir hatten uns etwas Lustiges ausgedacht. Die Zuschauer wurden in der Schubkarre von der Präsentation des Workshops Aktionskunst zu unserem Wirkungsort gebracht. Dort haben wir gemeinsam einen Moment der Stille erleben dürfen, unsere Mandalas, Selbsterkenntnis-Selfies und Produkte vorgestellt. Nachdem alle trinationalen Präsentationen dieser Woche abgeschlossen waren und wir uns für diese wunderschöne Woche bedankt hatten, saßen wir noch bis in den frühen Morgen zusammen, haben geredet, gelacht und Musik gehört.
Der letzte Tag war nicht mehr so fröhlich. Wir mussten Abschied nehmen. Natürlich haben wir Kontaktdaten ausgetauscht und letzte Erinnerungsfotos geschossen.
Es war eine wunderschöne Woche, in der wir uns schon am zweiten Tag wie zu Hause gefühlt haben. Ein toller Workshop der Völkerverständigung und Selbstfindung.

 

Ergebnisse des Workshops Musik in Großhennersdorf




 

Website:


PDF-Dokument herunterladen